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Besuch in der Landespflege- und Betreuungsanstalt – Lehrausgang in „Psychologie und Philosophie“

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Am Mittwoch, 25. Mai 2016 besuchten wir, die 7B Klasse des BRG Steyr, die Landespflege- und Betreuungsanstalt Christkindl. Dieses Zentrum hat sich auf die Betreuung und Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen spezialisiert. Beispiele für eine solche sind Schizophrenie oder Alkoholdemenz. Weiters wird eine Wachkomaabteilung betrieben und eine Wohngemeinschaft in Garsten. Das Zentrum setzt auf Methoden wie Mäeutik (Fähigkeiten und Fertigkeiten von Bewohnern werden bewusst gemacht und gefördert), Kinästhetik (Bewegungen werden schonend unterstützt, um die Menschen zu motivieren) und Basale Stimulation (Aktivierung der Wahrnehmungsbereiche und die Anregung primärer Körper- und Bewegungserfahrungen) zur Pflege und Behandlung der Menschen. Neben begleiteten Arztbesuchen stehen ein praktischer Arzt, eine Fachärztin für Psychiatrie und eine Primaria für Neurologie jederzeit zur Verfügung. Auch Therapieangebote, Ergotherapie, Physiotherapie und Heilmassagen helfen den Menschen beim Erhalt bzw. Wiedererlangen der Selbstständigkeit sowie beim Stärken des Selbstwertgefühls.

Das Landespflege- und Betreuungszentrum legt großen Wert auf die Achtung der Menschenwürde. Um diesem nachzukommen beschäftigen sie sich intensiv mit den Bewohnern, damit diese trotz ihrer Erkrankungen möglichst viel Freude an ihrem Alltag haben können. So kümmern sie sich um eine sinnstiftende Beschäftigung (an einigen Aktivitäten durften auch wir teilhaben) und ermöglichen für die Bewohner wichtige Aktivitäten wie externe Frisörbesuche oder Einkäufe. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein geordneter Tagesablauf, die regelmäßige Ernährung und das gute Essen, welches die Bewohner manchmal auch selbst zubereiten.

Diese umfangreichen Pflege- und Betreuungsangebote sind jedoch nicht gerade billig. Mehrere hundert Euro kostet ein Pflegeplatz pro Tag, was die Bewohner grundsätzlich selber bezahlen müssen. Dazu werden Einkommen (Pension, Pflegegeld,…) und Vermögen (Sparbücher, Immobilien,…) herangezogen. Den Bewohnern bleiben ein Taschengeld von 20% ihres Einkommens und das 13. und 14. Monatsgehalt.

Dies alles und noch viel mehr haben wir bei unserem Lehrausgang erfahren, welcher eine sehr gelungene Ergänzung zum normalen Unterricht darstellte.

Theo Crazzolara, 7B

Fotos unter:

http://www2.land-oberoesterreich.gv.at/internetfoto/BrowseDocuments.jsp?folderId=22643&mandantId=12

 

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