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Projektwoche Südtirol 2001

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Montag, 9. Oktober: Verona

Nach einem für uns viel zu frühen Frühstück um 7 Uhr 15 machten wir uns am Montag um 8 Uhr nach Verona auf. Die 3 Stunden Busfahrt nützten einige von uns um noch nachzuschlafen. In Verona besichtigten wir dann die Arena (nur von außen) und die 'Casa di Giulietta', das Haus der Julia aus der berühmten Liebestragödie. Wer wollte, konnte sein Autogramm auf der Hauswand hinterlassen, genau wie tausend Verliebte vor uns. Der Rundgang durch Verona wurde dann mit der Besichtigung des Castelvecchio und der Innenstadt mit ihren vielen kleinen Häusern vollendet. Nach weiteren zwei Stunden, in denen wir nach eigener Lust und Laune bestimmen konnten, verließen wir Verona vollgestopft mit vielen Eindrücken in Richtung Sirmione.

Julia Enzendorfer

Sirmione

Nachdem wir Verona, die Stadt der Verliebten, erfolgreich 'absolviert' hatten, ging's auf nach Sirmione am Gardasee. Es ist dies ein kleines, buntes Städtchen mit unzähligen Eisgeschäften und noch mehr Touristen. Nachdem auch wir uns das obligatorische und ausgesprochen leckere Eis zu Gemüte geführt hatten, marschierten wir zu den Grotten von Catull, um diese durch montags geschlossene Gittertüren zu beäugen. Danach durften wir einige Freizeit in Sirmione verbringen, in der wir die Stadt und den See erforschten. Dieser war zwar aufgrund der herrschenden Jahreszeit kühl, aber sehr schön und erfrischend. Auch die Zeit vor dem kitschig-romantischen Sonnenuntergang durften wir in dem eben solchen Örtchen verbringen. Nach diesen Strapazen freuten wir uns schon wieder auf die stundenlange Busfahrt, auf der wir wahlweise den scheinbar ewig langen See bewunderten, die südländische Architektur mit Kennermiene betrachteten oder den Love-poster-artigen Sonnenuntergang verschliefen.

Johanna Schönfeld

Dienstag, 10. Oktober: Bozen

Ein Besuch bei einem 5300 Jahre alten Männlein? - hört sich todlangweilig an - ist es aber nicht! Nachdem wir die trendige Mode der Kupferzeit, die gängigen Waffen, Gebrauchsgegenstände und Accessoires der damaligen Zeit betrachtet haben, dürfen wir endlich einen Blick durch das winzige Fenster auf den ominösen Mann aus dem Eis nehmen. Ein nicht gerade sehr gut und frischaussehender Ötzi blickt uns aus eisigen Augen entgegen. Zum Aufwärmen hilft da nur ein anschließender Cappuccino in der Innenstadt von Bozen. Danach sind wir gestärkt um den Waltherplatz, die Laubengassen und den Obstmarkt zu erkunden. Unser Fazit: die getrockneten Feigen schmecken einfach fantastisch, bei all den exquisiten Geschäften fällt es schwer sich zu beherrschen und auch das Eis ist sehr zu empfehlen! Bozen hat uns bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen!

Andrea Hopf

Burg Runkelstein

Die altehrwürdige Burg, die am Rande von Bozen auf einem Felsen trohnt, wechselte mehrmals die nicht immer adeligen Besitzer, um schließlich als Geschenk von Kaiser Franz-Joseph in den Besitz der Stadt Bozen überzugehen. Der Kaufmann Vintler aus dessen Zeit noch die Fresken stammen, wartete Zeit seines Lebens darauf geadelt zu werden, starb aber dann als Bürgerlicher. Neben einigen Sagenhelden ist auch das tragische Epos von Tristan und Isolde verewigt worden. Sehr amüsant fanden wir wohl alle auch den Eindruck der mittelalterlichen Erotik, der uns von unserer Führerin vermittelt wurde. Laut ihrem Bericht mussten die Kleider der Burgfräulein sehr robust sein um eventuellen Landungen auf den Po standzuhalten, war dieses Gesellschaftsspiel doch die einzige Möglichkeit für die Herren der damaligen Zeit einen Blick auf eine hocherotische Stelle des weiblichen Körpers, wie zum Beispiel der Knöchel, zu erhaschen. Unter den vielen Geschichten die man uns auf Runkelstein erzählte, fand ich die von Girolamo und dem Großvater besonders nett. Girolamo ist eine der Schreckgestalten, die auf der Burg ausgestellt waren, und so einsam wie Schloss Runkelstein auf dem Felsen steht, so einsam lebte einst der Großvater mit Girolamo auf seinem Hof.

Marie-Theres Garstenauer

 

Erdpyramiden

Nach dem Besuch der wunderschönen Stadt Bozen brachen wir zu den berühmtesten Erdpyramiden in Südtirol (Ritten) auf. Nach einer kurzen Wanderung konnten wir sie endlich bewundern, die bis zu 35m hohen Erdspitzen. Noch eine kurze Fotosession, dann ging's weiter nach Maria Saal, wo wir die Kirche mit der Madonna unter dem Regenschirm besichtigten. Bevor wir wieder nach Bozen (shoppen, shoppen, shoppen) aufbrachen, genossen wir noch die schöne Aussicht bei einem Cappuccino. Wir ließen den Tag mit einem gemütlichen und lauten Liederabend ausklingen.

Verena Ganglbauer & Stephanie Fleischhacker

 

Mittwoch, 11. Oktober: Rosengarten und Karersee

Heute fuhren wir gleich in Richtung Karersee, wo wir noch davor die Erdpyramiden von Steinegg besichtigten. Mir selbst hat der Karersee ziemlich gut gefallen, weil er sehr romantisch liegt und sehr klares und sauberes Wasser hat. Wir machten einen kleinen Rundgang und fuhren dann weiter zum Karerpass. Dort wanderten wir zur Rotwandhütte, die neben dem Rosengarten liegt. Sie hatte zwar geschlossen, aber wir legten trotzdem eine wohlverdiente Pause ein. Nachher gingen wir zum Christomanos Denkmal, wo natürlich wieder unzählige Fotos geschossen wurden. Dieses Denkmal ist sehr berühmt, weil Herr Christomanos sich sehr für die Straßenverbindungen in Südtirol eingesetzt hat. Danach wanderten wir zur Kölnerhütte, wo es dann wieder hinunter ins Tal ging. Einige fuhren mit dem Lift, andere gingen zu Fuß. Als wir unten bei der Frommer Hütte ankamen, stiegen wir müde im Bus ein und fuhren weiter zum Nigerpass, wo wir bei einem kleinen Gasthof einkehrten. Nach einer kleinen Erfrischung fuhren wir nach Hause und gingen nach dem Essen noch in das kleine aber interessante Heimatmuseum von Steinegg.

Stephan Hubinger

Heimatmuseum

Am Mittwoch den 11.10.2001 besuchten wir am Abend das Heimatmuseum der Gemeinde Steinegg. Trotz aller Müdigkeit nach dem harten Wandertag hatte unser Führer schon als wir bei der ersten Station, einem Relief der Gegend, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Er war ein netter, alter Mann der uns interessante und ausführliche aber "ganz kurze" Geschichten von früher erzählte. Die ganze Klasse war begeistert wie wir über Lebensumstände, Traditionen und Bräuche unterrichtet wurden. Es war zu gleichen teilen eigene Lebenserfahrung oder die von Bekannten. Seine Schilderungen wurden besonders unterstrichen von den authentischen und schön hergerichteten Räumen. Alle waren von diesem Museumsbesuch angetan, obwohl das Wort "Heimatmuseum" mit totaler Langeweile verbunden wird, dieser Rundgang war das genaue Gegenteil.

Katrin Kargl, Daniela Bauer & Anna Brandstetter

Donnerstag, 12. Oktober: Seiseralm

Heute wanderten wir auf die Seiseralm. Nach einer 1-stündigen Fahrt kamen wir um 9 Uhr 30 im kleinem Ort Compatsch unterhalb der Seiseralm an. Von dort fuhren wir weitere 15 Minuten, bis wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreichten (Saltria). Am Anfang hatten wir fast 400 Höhenmeter zu bewältigen, dafür wurden wir mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Nach einer einstündigen Rast ging es um 12 Uhr 30 weiter. Der Rest des Weges war relativ "gemütlich". Leider verstreute sich die Klasse sehr und so kam es zu einigen Ver(w)irrungen, die glücklicherweise alle wieder gefunden wurden. Um ca. 1430 kamen wir an unserem zweiten großen Rastplatz an und machten wieder eine Stunde Pause. Der restliche Weg zurück zum Bus wurde von allen spielend bewältigt (Es fuhr keiner mit dem Lift!!). Um 1630 trafen auch die letzten Wanderer beim Bus ein. Während der Heimfahrt war bei den meisten Ruhe und Erholung angesagt.

Georg Kamptner

Freitag, 12. Oktober: Schloss Tirol - Meran - Lana - Weinverkostung

Unser erster Programmpunkt war eine Besichtigung mit Führung im Schloss Tirol. Die Führerin zeigte uns die Verzierungen, die Kapelle, die Ausgrabungen und andere sehenswerte Dinge, die es in der auf einem Moränenhügel stehenden Burg gab. Sehr ausführlich wurde uns auch die Geschichte der Burg beigebracht. Nach der Führung gingen wir über einen steilen unangenehmen weg bis zur Brunnenburg. Von da an besichtigten wir vom Tappeinerweg die Stadt (ein herrlicher Ausblick und ein ungefähr eine gute Stunde dauernder Spaziergang). Nach dem wir den Tappeiner weg mit seinem herrlichen Ausblick verließen, durften wir ohne Professoren um die Stadt Meran samt Laubengassen zu besichtigen. Zuerst sahen wir uns in aller Ruhe die Stadt an und gingen später Mittagessen. Danach kamen wir an der Ruhrpromenade vorbei und begutachteten das im Jugendstil erbaute Stadttheater. Von dort aus fuhren wir weiter nach Lana. Dort machten wir einen kurzen Stopp, um den Schnatterpeckaltar zu besichtigen. Dieses Schnitzmeisterwerk wurde von Hans Schnatterpeck und seinen Gesellen angefertigt. Er ist 14,10m hoch und 7m breit. Dieser Altar war sehr eindrucksvoll. Er war vergoldet, riesig und mit über 60 Figuren bestückt. Die kleine Gemeinde musste seinerzeit den Altar selbst bezahlen. Hans Schnatterpeck bekam für dieses Meisterwerk im gotischen Stil 1600 Reihnische Gulden, eine enorme Summe. Es ist auch aufgefallen, dass der Friedhof, der rundum die Kirche angelegt war nur weiße Grabsteine besaß. Der Mesner hielt eine kurze Führung nach der wir weiter fuhren, Richtung Höhepunkt des Tages (wenn nicht der ganzen Woche), der Weinverkostung. Vorher erfrischten wir uns noch durch ein Fußbad im Kalterer See und genossen die letzten Sonnenstrahlen in Südtirol. Die Stimmung war sehr gut zumal die Vorfreude sehr groß war. Nachdem wir nun endlich den Wein verkostet hatten fuhren wir zurück in die Herberge, wo wir uns noch einen schönen, lustigen und äußerst gemütlichen Abend machten.

Peter Geistberger, Alexander Lukic & Claus Thiele

Samstag, 13. Oktober: Brixen

Letzter Programmpunkt auf der 6A Südtirolwoche, die Stadt Brixen. Wir sahen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Dom, die Pfarrkirche und das Grab von Oswald von Wolkenstein. Besonders gefallen hat uns der Kreuzgang mit seinen schönen Bildern, wobei jedes einzelne eine Szene aus der Bibel darstellt. Zum Abschluss durften wir noch 90 Minuten gemütlich durch die Altstadt schlendern. Um 11 Uhr hieß es dann zum letzten Mal: AUFBRUCH!

Julia Ecker & Anna Steinwendtner

 

Abschlusslied

Wer hat an der Uhr gedreht 
Ist es wirklich schon so spät? 
Morgen, Samstag, san ma z'Haus 
Mit da Gaudi is dann aus! 

Das Frühstück und das Abendessen 
Werden wir wohl nie vergessen! 
Selbst die Planung war sehr toll 
Wir sahen was man sehen soll. 

Bozen und den Rosengarten 
Ließen wir nicht auf uns warten! 
Danke für die schöne Zeit 
Dafür gibt's 'ne Süßigkeit! 

Morgen ist nicht alle Tage 
Wir kommen wieder keine Frage!

 

Unsere Südtirol Woche war ein voller Erfolg für alle!

P. S.: Die Bilder stammen von Anna Brandstetter und Andrea Hopf.

 

 

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