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Projektwoche Côte d’Azur

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Donnerstag, 12.04.07

Heute haben die Vorbereitungen für unsere bevorstehende Projektwoche an der Côte d’Azur begonnen. Die einzelnen Gruppen hatten die Aufgabe einen Vortrag über je einen Teil der Côte d’Azur zu gestalten. Heute haben sie noch die Zeit und die Möglichkeit, ihr Referat zu überarbeiten. 

Nach den letzten Vorbereitungen für die jeweiligen Referate, präsentiert nun jede Gruppe ihre Stadt beziehungsweise Region von Frankreich. Zum Schluss bekommen wir von Frau Prof. Freiberger und Herrn Prof. Söser eine kleine Mappe mit den Präsentationen und auch Bildern von Frankreich. Ebenfalls in dieser Mappe befindet sich unser Programm für die bevorstehende Woche und die wichtigsten Vokabeln für den Notfall, z.B. Je suis désolé, j’ai fait tomber quelque chose

So geht dieser Vorbereitungstag zu Ende und voll gepumpt mit Wissen über die verschiedensten Regionen von Frankreich verlassen wir das Klassenzimmer und sind gespannt und neugierig, was uns bald erwarten wird. Na dann kann’s ja losgehen!

Samstag, 14.04.07

Nach langem Warten geht es heute los nach Frankreich, 15 Stunden Fahrt mit dem Bus liegen vor uns. Mit dabei sind auch noch zwei weitere Schülergruppen aus Gmünd und Freistadt. Nach vielen Stunden sind wir von Cannes nur noch wenige Kilometer entfernt, diese letzten Minuten vertreiben wir uns noch mit Witze erzählen um unsere Nervosität zu überspielen.

Als wir in Antibes ankommen, um die erste Gruppe (Freistadt) abzusetzen, steigt die Aufregung ins Unermessliche. Nur noch 20 min trennen uns von den Gastfamilien. Einige beginnen noch in den letzten Minuten französische Phrasen auswendig zu lernen, wobei eine „Hysterie“ ausbricht, weil jeder Angst hat sich nicht verständigen zu können. Mit einer Stunde Verspätung erreichen wir um 23 Uhr den Flughafen von Cannes, wo unsere Gasteltern, die der gemeinsamen Woche ebenso nervös entgegen fiebern wie wir, schon warten. 

Sonntag, 15.04.07

Heute ist schon das „Schlimmste“ überstanden: Die erste Nacht bei unserer französischen Gastfamilie liegt bereits hinter uns. Wir haben alle schon „französisch“ gefrühstückt und heute Morgen auch die einen oder anderen Worte mit unseren Gasteltern gewechselt, da wir gestern ja sehr spät angekommen sind und wir für Gespräche (vor allem auf Französisch!) alle schon etwas zu müde waren. 

Um 10.00 treffen wir uns vor dem Hôtel de Ville (= Rathaus). Jeder berichtet aufgeregt von seiner Familie und erzählt von den ersten Gesprächen, die er/sie schon mit den Gasteltern geführt hat. Dann fahren wir mit den beiden anderen Gruppen aus Österreich nach Grasse, wo wir die Parfümerie Fragonard besichtigen und viele von uns auch Seifen, Parfums, Lotions, etc. für sich oder ihre Liebsten kaufen.

Nach der Besichtigung der Parfümerie werden wir auch noch Zeugen eines französischen Triathlons, bei dem die Teilnehmer gerade bei der Etappe „Laufen“ sind. So mischen wir uns selbstverständlich auch ins Zuschauergedränge und feuern die LäuferInnen kräftig an: „Allez! Allez! Allez!“ Danach geht’s weiter nach Gourdon, einer sehr kleinen, aber wunderschönen Stadt, in der wir uns an den Geschäften und dem schönen Ausblick erfreuen.

Nachdem wir durch die Gassen geschlendert sind und die einen oder anderen Mitbringsel gekauft haben, geht’s weiter in die Gorges du Loup, wo wir der Confiserie Florian einen kurzen Besuch abstatten und Zeugen der Herstellung echter französischer Bonbons in den verschiedensten Geschmacksrichtungen werden. Auch dort kaufen manche für ihre Liebsten in Österreich Geschenke und dann geht’s weiter nach St. Paul.

In St. Paul angekommen dürfen wir uns zwischen dem Besuch der Fondation Maeght und einem Bummel durch die Stadt entscheiden. Von den Professoren auf den Geschmack gebracht, entscheiden sich viele für das Museum und es lohnt sich. Im Museum werden die Werke moderner Künstler ausgestellt. Die Gemälde und Skulpturen sind interessant und lustig zu betrachten. Danach treffen wir uns wieder mit den anderen (die währenddessen tüchtig eingekauft haben) und fahren mit unserem Bus gemütlich nach Hause.

Wir essen zum ersten Mal zu Abend bei den Gastfamilien und die ersten richtigen Gespräche entstehen. Danach treffen wir uns noch in der Stadt, wo wir (ohne die Professoren) noch in ein Lokal gehen und etwas trinken. Dort bekommen wir auch zum ersten Mal die Sturheit der Franzosen zu spüren, weil sich der Kellner auch nach wiederholtem Bitten weigert, uns einzeln bezahlen zu lassen. Nachdem wir endlich die Rechnung beglichen haben, gehen alle heim und fallen müde und gespannt auf den nächsten Tag ins Bett. 

Montag, 16.04.07

Heute steht uns unser erster Schulbesuch in Frankreich bevor und mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf den Weg zum Treffpunkt: Bushaltestelle beim Hôtel de Ville, um von dort zu unserer (Sprach-)Schule „Pierre Overall“ zu fahren. Nach ca. 25 Minuten Busfahrt kommen wir bei der Schule an und gehen in unser Klassenzimmer, wo wir von Laurent, unserem Lehrer, erwartet werden. Anfangs sind alle noch etwas schüchtern beim Französisch-Reden aber nach und nach entwickelt sich eine gute Gesprächsbasis und wir haben viel Spaß mit Laurent, der uns Französisch auch durch „Enigmen“ (geheimnisvolle Kurzgeschichten, bei denen wir durch Fragen die Lösung erraten müssen) beibringen will.

Nach der Schule fahren wir nach Nizza, wo uns ein sehr relaxter Nachmittag bevorsteht. Nachdem wir miteinander einen wunderschönen Ausblick über Nizza genossen haben, haben wir ein paar Stunden Zeit um uns die Stadt auf eigene Faust anzusehen. Dabei gibt es natürlich wieder verschiedene Möglichkeiten: Manche entscheiden sich für Extrem-Shopping und stürmen die französischen Geschäfte, andere gehen gemütlich etwas essen oder setzen sich an den Strand und halten die Füße ins Meer. Nach diesem entspannten Nachmittag in Nizza fahren wir nach Hause und freuen uns aufs Abendessen.

Nach dem Abendessen gehen wir noch zum Strand, wo wir auf eine österreichische Gruppe aus Kremsmünster treffen, die ebenfalls in Cannes wohnt. Gemeinsam verbringen wir noch alle einen lustigen Abend am Strand.

Dienstag, 17.04.07

Heute beginnt die Schule erst am Nachmittag, und aus diesem Grund verbringen wir den Vormittag in Cannes, um Souvenirs zu kaufen, um auf den Markt zu gehen und verschiedene französische Spezialitäten zu bewundern (Schweinskopf im ganzen oder Fische die noch ganz „frisch“ sind) und um auf einen Turm zu gehen, um uns auch Cannes von oben anzusehen.

Nachmittags haben wir Schule und auch heute ist es wieder sehr lustig mit Laurent und die Zeit vergeht wie im Flug, vor allem weil wir am Schluss wieder geheimnisvolle Geschichten erraten müssen. Abends essen wir wieder bei unseren Familien und danach gehen wir wieder an den Strand, wo wir uns mit der Gruppe aus Kremsmünster treffen und wieder einen entspannten Abend verbringen.

Mittwoch, 18.04.07

Heute beginnt unser Unterricht um neun,  und wir freuen uns schon wieder auf unseren Sprachlehrer Laurent. Die erste Stunde bekommen wir wie immer ein Thema, um eine kleine Diskussion hervor zu rufen, damit wir ein bisschen etwas für unsere Sprachkenntnisse tun. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon sind die ersten  90 min um und wir haben Pause.

Im Hof verbringen wir gemeinsam unsere Pause und tanken Energie für den weiteren „Unterricht“, denn die zweite Hälfte spielen wir immer Verschiedenes. Das macht uns ja am meisten Spaß!

Um 13:15 Uhr ist Abfahrt bei der Sprachschule, denn wir wollen ja auch was sehen. Wir fahren die Corniche d´Or entlang und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Wir fahren an der Villa von Dick und Doof vorbei und werfen auch einen Blick auf die Villa von Karl Lagerfeld.

Jetzt sind wir in Saint-Raphaël, wo wir unseren Nachmittag alleine planen können. Wir starten los, kaufen uns ein Eis und machen uns auf zum Strand. Das Wetter ist traumhaft schön, nur ein bisschen windig. Martina, Julia, Sabine, Laurenz und Jakob fordern eine Gruppe kleiner Franzosen (im Alter von ca. 5-9 Jahren) zu einem Fußballmatch heraus. Österreich gegen Frankreich, eine Niederlage, die Österreich nie vergessen wird, 2:10 verloren. Voller Sand und etwas deprimiert gehen wir zurück zum Bus, der schon auf uns wartet.

Zuhause in Cannes treffen wir uns nach dem Dîner wie jeden Abend um ca. 21 Uhr am Strand um uns zu amüsieren. Um 23 Uhr machen wir uns auch schon wieder auf den Weg nach Hause, immerhin müssen wir ja auch mal ins Bett um uns zu erholen, denn der nächste aufregende Tag steht bevor. 

Donnerstag, 19.04.07

In der Pause bahnt sich "Schreckliches" an. Eine Gruppe Italiener scheint uns nicht zu mögen, sie machen komische Fratzen und versuchen uns mit Sachen zu bewerfen. Wir aber lassen uns nicht ärgern und lachen sie einfach aus. 

Nach der Schule treffen wir uns mit den Lehrern beim Hôtel de Ville. Wer möchte, kann mit ihnen zu den Iles de Lérins fahren. Alle anderen verbringen den Nachmittag in Cannes, um Souvenirs zu kaufen. 

Am Abend gehen wir gemeinsam ins Kino. Wir sehen uns „Ensemble, c’est tout“, einen sehr schönen und bewegenden Film mit Audrey Tautou und Guillaume Carnet, an. Später treffen wir ein letztes Mal unsere Freunde aus Kremsmünster und tauschen unsere tollen Erlebnisse der wundervollen Woche aus. Auch die Lehrer gesellen sich zu uns. Wir lassen die Nacht noch wunderschön und unvergesslich ausklingen….

Freitag, 20.04.07 

Unser letzter Tag, unser letzter Schultag. 

Ein unvergesslicher Tag, ein Gruppenfoto mit Laurent, und dann bekommen wir noch unser tolles Zeugnis, in dem steht, dass wir sehr gut im Unterricht mitgearbeitet haben.

Nach einer herzlichen Verabschiedung folgte schon die nächste, und zwar von unseren Freunden aus Kremsmünster, die wir sehr lieb gewonnen haben. Noch schnell ein Erinnerungsfoto und dann trennen sich unsere Wege.

Wir fahren mit dem Bus nach Hause zu unseren Gastfamilien, packen unsere Koffer, verabschieden uns und dann müssen wir auch schon wieder zum Flughafen, wo unser Bus auf uns wartet.

Eine lange Fahrt steht uns wieder bevor, doch vorher machen wir noch einen 2-stündigen Stopp in Monaco. Entlang der Rennstrecke in Monaco verlassen wir die Stadt und verabschieden uns somit von Frankreich. Frankreich, ein Land das uns immer in guter Erinnerung bleiben wird. Schwermütig lassen wir noch einmal alles Revue passieren und hören französische Lieder wie zum Beispiel Douce France.

Die Nacht im Bus ist anstrengend und unbequem, kaum jemand kann schlafen - und dann plötzlich ein Krach, ein kleines Auto ist am Bus angefahren – doch Gott sei Dank ist nicht mehr passiert als eine kleine Schramme und nach einem kurzen Stopp geht es auch schon wieder weiter und wir kommen Österreich immer näher. Am Samstag um ca. 10 Uhr sind wir wieder zu Hause.

Sabine Scheidleder (7A) & Julia Schröckmayr (7A)

 

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