BRG Steyr

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Schüleraustausch BRG Steyr – Gymnazium Plazy

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„Die Tschechen kommen!!“

Mit großer Begeisterung empfingen wir am Mittwoch, dem 3. Oktober 2007, in Abendgarderobe den Bus unserer tschechischen Kollegen. Der Grund für diesen noblen Empfang: Gleich nach dem Kennenlernen durften sie uns in den Tanzkurs begleiten und sich an unseren Tanzkünsten erfreuen. (Sie waren von unserer mehr oder weniger guten Darbietung sehr amüsiert☺)

Am nächsten Tag besichtigten wir gemeinsam unsere Schule und dann die Altstadt von Steyr. Während dieses Rundganges durch unsere schöne Stadt durften wir unseren tschechischen Freunden die „wahnsinnig interessanten“ Sehenswürdigkeiten zeigen und erklären und lernten dabei so manches Neues (über die Stadt und so manches tschechische Wort). Am Nachmittag trafen wir uns zum „Sporteln“ im Turnsaal und spielten Volleyball und auch Fußball. (Aus Datenschutzgründen wollen wir nicht preisgeben, wer die bessere Fußballmannschaft war *zwinker*). Die, die körperlich noch dazu in der Lage waren, trafen sich am Abend auch noch zum Bowlen und Billardspielen. Nach diesem gemütlichen Beisammensein erkundeten wir am Freitag gemeinsam die verregnete Stadt Salzburg. Während unsere Burschen sich dann langweilten, waren die Mädels begeistert auf Shoppingtour durch die Altstadt. Da einige Mädels nicht genug vom Shoppen bekamen, gingen sie anschließend auch im Steyrer City Point Late-Night-Shoppen. Die restlichen Schüler machten die Tschechen mit dem Steyrer Nachtleben bekannt. Nach diesem anstrengenden, aber aufregenden Tag wurde bis Samstagmittag geschlafen und anschließend typisch österreichisch gegessen. Nachmittags mussten wir uns schweren Herzens, aber auch mit Vorfreude auf unseren Besuch in Tschechien, von unseren neu gewonnenen Freunden verabschieden.

„Auf nach Tschechien!! – Auf ins Land des billigen Bieres!!“

Dialog zwischen zwei Schülern auf der Hinfahrt im Bus:

A: Mah he i hob tramt, dass dort nur Plumpsklos im Gortn hom. I hob mi daun foi gfirchd.

B: A geh, des is doch a Bledsinn; I fiachd mi fü mehr vorm Hund vo da Oma vo meiner Tschechin.

A: Jo owa wos is, waun i daun in da Nochd aufs Klo muas und daun in da Ködn aufs Plumpsklo muas?

B: I man, i wor jo nu nie in Tschechien, oba i deng scho, dass de ca. de söbn Klos wie wir hom. Daun hed ma nurmehr des Verständigungsproblem… wos is, waun de ned verstehd, waun i aufs Klo muas oda so????

A&B: Najo, loss ma uns üwaroschn. Nett sans jo olle.. Des wird sicha lustig

Soviel zu unseren Problemen und Befürchtungen.

Bevor wir am Mittwoch, dem 26. März, in Plazy ankamen, besuchten wir bereits Krumau und Budweis, wo wir aber nicht lange verweilten, da sich alle (trotz gewisser Ängste und Befürchtungen) schon sehr auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden freuten. Freundlich wurden wir empfangen und nach Hause (meist in ein Dorf mit 20 bis 30 Einwohnern) gebracht, wo viele von uns ihr erstes typisch tschechisches Essen genossen. Eine lange Verschnaufpause blieb uns jedoch nicht, da wir wenige Stunden nach unserer Ankunft Bowlen und Billard spielen gingen, – nur 20 tschechische Kronen ( = 80 Cent) pro Halbe ließ das Herz vieler Österreicher höher schlagen.

Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Tag auf nach Prag, wo wir nach einer „laaaaaaaaaaaaaaaangen Hatscherei“- unsere tschechischen Freunde erklärten uns die Sehenswürdigkeiten - auch Zeit zum Shoppen hatten und uns mit tschechischen Souvenirs eindecken konnten. Der Abend wurde dann unterschiedlich verbracht; manche gingen Pizza essen, andere blieben zu Hause.

Am Freitag besichtigten wir das Kloster von Plazy und das Grab von Fürst Metternich. Anschließend wurde uns das Gymnazium Plazy gezeigt, wo wir vor allem über die gefängnisartigen Spinds erstaunt waren. Nach zwei Stunden Sport im großen (sehr schönen!) Turnsaal hatten wir uns das Mittagessen (Wiener Schnitzel mit Kartoffeln und einem Schöpfer purem Fett) redlich verdient. Danach fuhren die meisten mit dem öffentlichen Bus (nach einem langen Kampf um einen Platz in diesem) nach Plzen einkaufen. Am Abend ging es dann richtig los: Unser Ziel war eine „Bauerndisko“ irgendwo im nirgendwo. Überraschenderweise stellte sich jedoch heraus, dass diese Disko sehr „stylish“ war. Nach diesem gelungenen Abschlussabend konnten wir uns am Samstag ausschlafen und zu Mittag (halb 10/ halb 11) noch einmal ein tschechisches Menü essen. Um ca. 12 Uhr hieß es dann Abschied nehmen…

 Kurzes Resumee unseres Aufenthalts in Tschechien: „Billiges Bier, viele Hunde, viel/gutes Essen, nette Leute, neue Freunde, schöne Städte…“

Am Schluss bleibt uns nur noch zu sagen: Vielen Dank an alle Beteiligten; besonders an unseren KV Frau Professor Stockhammer, die diesen kulturellen Austausch erst möglich gemacht hat, und unsere Latein-Lehrerin Frau Professor Brunbauer, die uns guten Mutes begleitete, und last but not least an die tschechischen Lehrerinnen, die diese Besuche initiiert haben.

Auch wenn es kitschig und weit hergeholt klingt: Die meisten von uns haben neue Freunde gewonnen, die sie auf jeden Fall bald wieder sehen wollen/werden! 

Iris Felbauer, Barbara Schluckhuber
Leitung der Projektwoche: Mag. Angela Stockhammer

 

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