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Projektwoche Berlin 2001

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September 2001. Eine kleine aber verwegene und bis an die Zähne mit österreichischem Dialekt bewaffnete Gruppe wagemutiger BRG-Schüler macht sich auf in den hohen Norden, der bis zu diesem Zeitpunkt von uns verschont geblieben war.

Unbeirrt von gefängnisähnlichen  Zuständen im Jugendbunker und der ebenfalls dort residierenden Delegation lärmender Jungfußballer aus ganz Deutschland waren wir fest entschlossen der Stadt ihre geschichtlichen Geheimnisse zu entlocken.

Auch von der hin und wieder auftretenden baustellenbedingten Orientierungslosigkeit der Lehrkräfte ließ sich der Großteil der Mitreisenden nicht demoralisieren.

All diesen widrigen Umständen zum Trotz gelang es Prof. Koppensteiner und Prof. Raffezeder auf wundersame Weise mit uns alle interessanten Stätten zu besichtigen und uns den geschichtlichen Hintergrund zu vermitteln. Der Schwerpunkt der Woche war die Teilung und Wiedervereinigung in Berlin. Authentisches zu diesem geschichtlichen Abschnitt sahen wir am „Checkpoint Charlie“, dem ehemaligen Wachposten an der amerikanisch-russischen Besatzungszonengrenze bzw. im dazugehörigen Museum, in dem die teilweise kuriosen Fluchtversuche aus der DDR dokumentiert und nachgebildet sind.

Auch die Frühgeschichte, die wir im Pergamonmuseum und im Ägyptischen Museum auferstehen ließen, und die Ereignisse während der NS-Zeit wurden keineswegs vernachlässigt. Letztere erkundeten wir im Haus der Wannsee-Konferenz, wo wir uns gegenseitig diese Epoche und die damit verbundenen Gräueltaten mithilfe des ausgestellten Materials vorstellten.

Trotz all dieser geballten Informationen über die Geschichte Berlins hatten wir noch ausreichend Zeit das Berlin der Gegenwart und sein neues, modernes Gesicht zu besichtigen. Ein eindrucksvolles Zeugnis dieses Umbruchs stellt zweifellos der Potsdamer Platz dar, wo trostlose Weiten aus Schutt gigantischen Gebäudekomplexen aus Glas und Stahl gewichen sind.

Besonders erfreulich war, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde das neu eröffnete jüdische Museum zu besichtigen, welches durch seine ausdrucksstarke Architektur und seine vielschichtigen, teilweise sehr erschreckenden Ausstellungsstücke einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Abschließend erlauben wir uns für alle zu sprechen, wenn wir behaupten, dass bestimmt jeder Teilnehmer neue und nützliche Erfahrungen sammeln konnte.

Und wenn schon keine geschichtlichen dabei waren, dann wenigstens die, dass man eine Berlinwoche ohne Bedenken auch als Sprachwoche bezeichnen könnte, denn auch hier herrschte oftmals linguistische Ratlosigkeit.

(c) Mathias Tötzl

 

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