Unterwegs sein und doch nicht vom Fleck kommen, sich auf Raves die Seele aus dem Leib tanzen und alleine bleiben, die Welt der Eltern verachten und sich in Belanglosigkeit flüchten, die Hitze des Sommers mit der zwischen den Beinen verwechseln, über das eigene Abgleiten nachdenken und ideenlos bleiben, dem Lesen durch den Tod begegnen oder einfach nur herumhängen."

Die Grundidee, eine Lesung an unserer Schule mit dem Jungautor Peter Landerl zu veranstalten entstand vorigen Sommer. Doch von einer Idee bis zu deren Ausführung ist es bekanntlich ein weiter, und manchmal auch steiniger Weg.

Da man für ein Vorhaben dieser Art einen Lehrer als Ansprechperson benötigt, wurde der Vorschlag zunächst unserem Deutsch Professor Timo Davogg unterbreitet, bei dem das Projekt auf Neugier sowie reges Interesse stieß.

Veranstaltet man das erste Mal eine Lesung, ahnt man nicht, wie viel Arbeit eigentlich hinter einem solchen Abend tatsächlich steckt, doch durch das nötige Engagement und die Unterstützung einiger literaturbegeisterter Mitschüler stellte dies kein so großes Problem mehr dar. Mit viel Liebe zum Detail wurde diese Lesung in mehreren Wochen mühevoll vorbereitet.

Endlich stand der Tag der Entscheidung vor der Tür. Um fünf Uhr trafen zahlreiche interessierte Schüler zu einem Werkstattgespräch mit dem Autor zusammen. Da der Umgang mit einem "echten" Autor für uns Schüler jedoch absolutes Neuland war, stellte man die ersten Fragen nur äußerst.zaghaft. Nach und nach entstand aber ein sehr reizvolles und interessantes Gespräch, aus welchem einige wertvolle Informationen hervorgingen.

Der Workshop sollte jedoch nur den Anfang des Abends darstellen, da das große Ereignis noch bevor stand. Um sieben Uhr konnten sich dann alle Besucher der abendlichen Lesung von der Professionalität der Organisation überzeugen. Peter Landerl las aus seinem Werk "Blaustern" und stellte einige neue Gedichte vor. Anschließend an die Lesung, konnte man noch in angenehmer Atmosphäre bei einem Gläschen Wein einige Worte mit dem Autor wechseln, oder den Abend einfach gemütlich ausklingen lassen.

Ausschnitt aus Peter Landerls Werk "Blaustern"